Berliner Philharmoniker
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»Entdecken Sie das Original«

Entdecken Sie das Original! Aus Anlass des Jubiläums testen zahlreiche Musiker der Berliner Philharmoniker in teilweise ungewöhnlichen Formationen »alternative Kammern« in Berlin auf deren Konzerttauglichkeit. Keine Kammer ist zu klein, zu dunkel oder zu ausgefallen, als dass darin nicht musiziert werden könnte. Schöner klingt die Musik allerdings im Kammermusiksaal der Philharmonie. Deshalb möchten die Musiker mit dieser Aktion noch mehr Musikfreunde dazu anregen, das Original – den Kammermusiksaal – zu entdecken.

25 Jahre Kammermusiksaal

Der Kammermusiksaal

Erfahren Sie auf einer Sonderseite alles über den Saal und seine Geschichte.

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Unsere Kammerkonzerte 2012/2013

Unsere Kammerkonzerte

Für Kenner und Einsteiger: die vielfältigen Kammerkonzerte der Saison.

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Kammer 1

Der Himmel über Berlin

Es ist geradezu vermessen, den Himmel über Berlin als Raum für Kammermusik in Betracht zu ziehen. Nur Musiker, die es gewöhnt sind, die Luft zu beherrschen, wagen sich bei Windstärke 7 auf das Dach des Berliner Verlags im Zentrum Berlins, unweit des Fernsehturms. Die Hüte tief ins Gesicht gezogen, spielte das Philharmonische Bläserquintett Berlin den 3. Satz aus dem Bläserquintett D-Dur op. 95 von Josef Bohuslav Foerster.

Die Berliner Philharmoniker danken der Berliner Zeitung und dem TIP für die Unterstützung.

Kammer 2

Großer Wasserspeicher

Zwischen 1852 und 1856 wurde in der Belforter Straße die erste öffentliche Wasserversorgungsanlage für Berlin gebaut – ein 3.000 Kubikmeter großes offenes Wasserbecken. Der Große Wasserspeicher entstand im Rahmen eines Umbaus 1873 als geschlossenes Wasserbecken. Heute wird der Wasserspeicher für kulturelle Projekte genutzt.
Der Pauker Wieland Welzel und der Schlagzeuger Raphael Haeger ließen sich von diesen geschichtsträchtigen Räumlichkeiten zu einem klanglichen Experiment inspirieren.

Die Berliner Philharmoniker danken dem „Förderband – Kulturinitiative Berlin“ für die Unterstützung.

Kammer 3

LKW auf dem Potsdamer Platz

Eine einfache Kreuzung vor den Toren Berlins, ein Bahnhofsvorplatz, ein Verkehrsknotenpunkt, auf dem 1924 die erste Ampel Europas stand, Grenzgebiet mit unüberwindlicher Mauer bis hin zu einem der belebtesten Plätze Europas – all das war und ist der Potsdamer Platz in Berlin. An dieser Stelle, auf der Ladefläche eines LKWs, gab das Philharmonia Quartett ein kurzes Konzert mit dem 1. Satz aus Ludwig van Beethovens Streichquartett op. 59 Nr. 1 in F-Dur.

Die Berliner Philharmoniker danken der Speditionsfirma Kanitz für ihre Unterstützung.

Kammer 4

Fahrstuhl im Hauptbahnhof

In einer verkehrsgünstig gelegenen Kammer traten Ende August zwei Hornisten des Orchesters auf: Sarah Willis und Klaus Wallendorf. Keine fünf Minuten vom Original – dem Kammermusiksaal – entfernt, wurde im Mai 2006 der neue Hauptbahnhof Berlins eröffnet, den seitdem 300.000 Reisende täglich nutzen. Die 16 Gleise auf drei Etagen sind durch 32 gläserne Fahrstühle verbunden und in einem davon stand ein Werk von Johann Sebastian Bach auf dem Programm: die zweistimmige Inventio XII in A-Dur BWV 783 für Tasteninstrument, arrangiert für zwei Hörner von Oscar Franz.

Die Berliner Philharmoniker danken der Deutschen Bahn und ihren Fahrgästen für ihre Geduld und Unterstützung.

Kammer 5

Photoautomat in der Schönhauser Allee

Die Suche nach dem perfekten Künstlerfoto führte den Bratscher Martin Stegner und den Klarinettisten Manfred Preis in die Schönhauser Allee 63. Hier findet man noch einen der liebenswert altmodischen Photoautomaten. Jedes der vier Fotos ist eine Überraschung, denn keines wird so wie geplant. Fünf Minuten dauert die Entwicklung der Unikate. Genug Zeit für ein Minikonzert in dem bisher kleinsten Konzertsaal für die Musiker der Berliner Philharmoniker. Gespielt wurde das Stück Perfidia von Alberto Dominguez.

Die Berliner Philharmoniker danken der Firma Photoautomat für die Unterstützung.

Kammer 6

Bibliothek im Jacob- und Wilhelm-Grimm-Zentrum

Es waren einmal zwei Musiker der Berliner Philharmoniker, die sich auf den Weg machten, das Reich der Stille und der klugen Gedanken zu entdecken. Dieses Reich fanden Sie in der Bibliothek des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums in der Mitte Berlins. Spät in der Nacht, nachdem fast alle Wissbegierigen das Haus verlassen hatten, stimmten Nikolaus Römisch und Andreas Buschatz ihre Instrumente und spielten eine Passacaglia frei nach Händel in der Bearbeitung von Johan Halvorsen für Violine und Violoncello.

Die Berliner Philharmoniker danken der Humboldt-Universität zu Berlin für die Unterstützung.

Kammer 7

Telefonzelle am Charlotten­burger Tor

Eigentlich sind sie aus dem Stadtbild verschwunden, die gelben Telefonzellen. Aber Dank eines Filmverleihs konnte die Zeit zurückgedreht werden. Es entstand ein ein Quadratmeter großer Konzertsaal auf der Straße des 17. Juni, kurz vor dem Charlottenburger Tor. Nachdem er für sich und sein Instrument die richtige Position gefunden hatte, trat dort der Tubist der Berliner Philharmoniker, Alexander von Puttkamer, auf. Auf dem Programm stand der erste Satz (Grave) aus dem Concerto »Saint Marc« von Tomaso Albinoni.

Kammer 8

Planetarium

Den Sternen so nah wie möglich sollte der Fackeltanz Nr. 3 von Giacomo Meyerbeer aufgeführt werden. Keine sieben Kilometer entfernt vom Kammermusiksaal der Philharmonie fanden die Philharmoniker Götz Teutsch (Cello) und Alexander Bader (Klarinette) mit den Pianistinnen Cordelia Höfer und Minka Popovic sowie vier Stipendiaten der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker den perfekten Ort: Das Zeiss-Großplanetarium Berlin in der Prenzlauer Allee 80. Dort erstrahlte an der riesigen Planetariumskuppel ein wolkenfreier Sternenhimmel zur Musik.

Wir danken den Mitarbeitern des Zeiss-Großplanetarium Berlin sowie der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin für die Unterstützung.

Kammer 9

Charité

An sich ist Musik im Operationsaal nichts Ungewöhnliches. Sie kommt jedoch meist aus mehr oder weniger alten Radios und selten ertönt Klassik. Live-Musik gibt es natürlich nie – außer an jenem Tag, an dem die Klänge des Klavierquartetts a-Moll von Josef Suk den OP füllten. Um den Klinikbetrieb nicht zu stören, wählte man zum Drehen einen Tag, an dem planmäßig nicht operiert wird. So trafen sich fünf Ärzte, drei Krankenschwestern, drei Musiker der Berliner Philharmoniker – Christoph Streuli (Violine), Martin von der Nahmer (Bratsche), David Riniker (Cello) – und per Video zugeschaltet Adrian Oetiker (Klavier) sowie ein Film- und Fototeam in einem selten genutzten OP des Virchow-Klinikums in Wedding. Der Dreh verlief so routiniert wie jede Operation, nur die Narkose fehlte.

Wir danken den Mitarbeitern des Virchow-Klinikums der Charité Berlin für die Unterstützung.

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